Doktorarbeiten und Masterarbeiten

Doktorandenstelle „Strukturuntersuchungen an krankheitsrelevanten Proteinen mit Hilfe von Festkörper-NMR-Spektroskopie“ im Forschungszentrum Jülich

Die Abteilung „Biomolekulare Festkörper-NMR-Spektroskopie“ des ICS-6: Strukturbiochemie vergibt ein Doktorandenstipendium im Bereich Festkörper-NMR-Spektroskopie

Festkörper-NMR-Spektroskopie hat sich zu einer vielversprechenden Methode zur Strukturuntersuchung biologischer Makromoleküle entwickelt, die besonders dann zum Einsatz kommt, wenn Systeme untersucht werden sollen, die weder kristallin noch löslich sind, wie fehlgefaltete Proteine, Proteinaggregate und Amyloidfibrillen.

In unserer Arbeitsgruppe „biomolekulare Festkörper-NMR-Spektroskopie“ am Forschungszentrum Jülich und an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf untersuchen wir fehlgefaltete  Proteine  (siehe z.B. Gremer et al. Science 2017, 358,116ff), und intrinsisch ungefaltete Proteine mit Hilfe von Festkörper-NMR-Spektroskopie. Im Rahmen der folgenden Doktorarbeit sollen strukturelle Untersuchungen an Amyloidfibrillen und Oligomeren des Peptides Aβ(1-42), das im Krankheitsverlauf der Alzheimer’schen Krankheit eine entscheidende Rolle spielt, mittels Festkörper-NMR durchgeführt werden. Insbesondere die Wechselwirkung mit potenziellen Wirkstoffen, die eine Aggregation verlangsamen oder verhindern sowie der Einfluss verschiedener physikochemischer Parameter auf die Struktur der Fibrillen sollen aufgeklärt werden. Ferner soll der Einfluss unterschiedlicher Mutationen und Modifikationen untersucht werden.

Das Institut für komplexe Systeme am Forschungszentrum Jülich bietet ein hervorragendes interdisziplinäres Arbeitsumfeld im Bereich der molekularen Biochemie und insbesondere der Strukturbiologie.  Das biomolekulare NMR-Zentrum der Heinrich-Heine-Universität am Forschungszentrum Jülich ist mit mehreren hochmodernen Hochfeld-Festkörper-NMR-Spektrometern der Feldstärke 600 MHz und 800 MHz ausgestattet. Zwei NMR-Spektrometer (600 und 800 MHz) haben die Möglichkeit der DNP-Verstärkung.

Die Kandidatin/der Kandidat sollte ein Diplom oder Master in Physik oder Chemie/Biochemie haben und Interesse an physikalischen Grundlagen sowie biologischen Fragestellungen sowie Aufgeschlossenheit neuen Methoden gegenüber und die Fähigkeit zum eigenständigen Arbeiten mitbringen.

Grundkenntnisse in NMR-Spektroskopie und/oder EPR-Spektroskopie sind erwünscht.

Die Promotion erfolgt an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die Finanzierung der Doktorarbeit ist für drei Jahre garantiert.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an

Prof. Dr. Henrike Heise

Email: h.heise(at)fz-juelich.de

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